Gartenkultur Westharz

Der NHB hat die Förderung des Projektes „Garten- und Landschaftskultur als Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung - Ansätze, Methoden, Übertragbarkeit“ nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung des Landes Niedersachsen (ZILE) beantragt.

Die Region Westharz verfügt über eine vielfältige, aber auch wenig bekannte und touristisch kaum entwickelte Garten- und Landschaftskultur mit historischen Kulturschätzen. Dazu zählen beispielweise Kurparke, Alleen, Friedhöfe, erhaltenswerte Gestaltungen der 1950-70er Jahre oder kulturell interessante Baum- und Naturdenkmäler. Nutzgärten, Gärten der Bergleute, Kartoffel- und Grabeland, frühe Rekultivierungen von Halden und themenbezogene Erlebnispfade entspringen der kulturellen und geschichtlichen Entwicklung der Montanregion Westharz. Zudem dienen Gärten und Parks dem Schutz der Artenvielfalt und tragen als „Grüne Infrastruktur“ zur Biotopvernetzung bei.

Zwar gibt es bereits zahlreiche Einzelkonzepte und -projekte zu Parks und Gärten im Westharz, das Interesse und der Gestaltungswille an den garten- und landschaftskulturellen Relikten sind offensichtlich vorhanden, doch fehlt bislang eine Bündelung und übergreifende Konzeption. Dem soll das beantragte Projekt begegnen, um durch die partizipative und aktive Einbindung der Bevölkerung das identitätsstiftende Potenzial der Garten- und Landschaftskultur im Westharz zum Leben zu erwecken.

Mittels einer Zweckforschung soll daher eine Bestandserhebung durchgeführt und eine Potenzialanalyse erarbeitet werden, um daraus Entwicklungsziele für die Garten- und Landschaftskultur im Westharz zu benennen und - vor allem für historisch bedeutsame Anlagen - erste Maßnahmen zu erarbeiten und zu initiieren.

Während der Sichtung und Bewertung des Potenzials soll daher eine Vernetzung der potenziellen Akteurinnen und Akteure aus Gartenkultur, Denkmalpflege, (Orts- und Heimat-) Vereinen und dem Tourismus ebenso erfolgen wie deren Sensibilisierung für die Chancen einer gemeinsamen gartenkulturellen Entwicklungsstrategie.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.