Niederdeutsch und Saterfriesisch

Aufgabe der Fachgruppe ist es, die vielfältigen Bemühungen um die Erhaltung des Plattdeutschen zu unterstützen, Anregungen zu geben und Aktivitäten zu organisieren. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich planerischer und beratender Tätigkeiten. Die Sitzungen sind ein niedersachsenweites Austausch- und Diskussionsforum, auf dem die Mitglieder ihre Erfahrungen und Meinungen vergleichen und abstimmen können. Die Fachgruppe hat immer wieder Anstoß für konkrete Arbeitsvorhaben und langfristig angelegte Projekte gegeben.

Die Fachgruppe sammelt und diskutiert Beiträge für die ROTE MAPPE, mit denen die Landesregierung auf Mängel der staatlichen Sprachförderung hingewiesen und über laufende Initiativen und Aktivitäten informiert wird. Diese Doppelaufgabe — Unterstützung und Kontrolle der Sprachpolitik des Landes — hat seit Inkrafttreten der "Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen" am 1. Januar 1999 erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Umsetzung der Artikel dieser Sprachenschutzkonvention, die Niederdeutsch als erhaltenswerte Regionalsprache auf europäischer Ebene anerkennt, ist ein Prozess, den Plattsprecherinnen und -sprechern auf vielen Ebenen mitgestalten können.

In der Fachgruppe Niederdeutsch und Saterfriesisch arbeiten Experten zusammen, die entweder beruflich an Universitäten, in Schulen und Kulturinstitutionen oder bei Medien, ehrenamtlich in Vereinen der Sprach- und Heimatpflege oder als Kulturschaffende in den Bereichen Literatur, Theater, Musik mit der plattdeutschen Sprache zu tun haben. Sie repräsentieren die verschiedenen niederdeutschen Dialektlandschaften. In der Fachgruppe ist auch das "Institut für niederdeutsche Sprache" (INS) vertreten, das als einzige außeruniversitäre Einrichtung für die Förderung der Regionalsprache Niederdeutsch in ganz Norddeutschland länderübergreifend tätig ist.

Über den Bundesrat für Niederdeutsch, in dem die Plattsprecher der acht norddeutschen Bundesländer, die in der „Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen" Selbstverpflichtungen bezüglich der niederdeutschen Sprache eingegangen sind, mit je zwei Personen vertreten sind, ist die Fachgruppe auch über Niedersachsen hinaus in plattdeutsche Aktivitäten und Aktionen eingebunden. Die beiden Vertreter des Landes Niedersachsen werden aus der Fachgruppe Niederdeutsch und Saterfriesisch durch die Mitgliederversammlung des NHB in dieses Gremium entsandt.

Ein Schwerpunkt der Fachgruppe wird in den kommenden Jahren vor allem der Bereich Bildung sein. Daher zielen Überlegungen und Planungen darauf hin, die niederdeutsche Sprache als reguläres Fach in Schule und Erwachsenenbildung zu fördern und zu fordern. Zurzeit setzen sich die Fachgruppe und der NHB für ein Sprachgesetz in Niedersachsen ein, das in den Bereichen Bildung und Verwaltung grundlegende Rechte für die niederdeutsch Sprechenden regeln soll.

Mitglieder der Fachgruppe

Vorsitzender: Heinrich Siefer, Cloppenburg

Stellvertreterinnen: Dr. Jutta Engbers, Friesoythe

weitere Mitglieder:

Franziska Buchmann, Oldenburg

Gabriele Diekmann-Dröge, Oldenburg.

Christiane Ehlers, Reinhard Goltz, INS Bremen

Heiko Frese, Lüneburg

Hans-Hinrich Kahrs, Alfstedt

Grietje Kammler, Aurich

Rita Kropp, Bad Zwischenahn

Dr. Maik Lehmberg, Göttingen

Maria Lembeck, Uelzen

Ursula Menzel, Eystrup

Stefan Meyer, Oldenburg

Cornelia Nath, Aurich

Prof. Dr. Jörg Peters, Oldenburg

Dr. Barbara Scheuermann, Göttingen

Karl-Peter Schramm, Scharrel

Georg Schwitters, Schortens

Zuständiges Präsidiumsmitglied

Dr. Wolfgang Langhorst, Hannover