Vielfalt erleben mit der Allee des Monats September 2021

Vielfalt erleben mit der Allee des Monats September 2021

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

In kürzester Zeit werden sie alle in den unterschiedlichsten Herbstfarben von goldgelb über orange bis dunkelrot leuchten: Die 5-lappigen, derzeit noch dunkelgrünen Blätter des Spitz-Ahorn ebenso wie die spitz gezähnten Blätter der Rot-Eiche und die schief herzförmigen Blätter der Holländischen Linde. Sie begleiten die Salzdahlumer Straße (K4) zwischen Wolfenbüttel und Atzum. Aber können diese straßenbegleitenden Gehölze aus den unterschiedlichsten Baumarten überhaupt noch als Allee bezeichnet werden? Ja! Denn der Heimatbund definiert Alleen als „mehr oder weniger regelmäßig bepflanzte Baumreihen an Wegen und Straßen, wobei die Baumreihen nicht zwangsläufig aus einer Baumart gebildet werden müssen. Auch heterogen zusammengesetzte Baumreihen können eine Allee bilden“. So kann sich das Auge an den unterschiedlichen Blattformen und Wuchsarten der Bäume erfreuen und zugleich durch die in Reihe beidseitig der Straße gepflanzten Bäume ihren Alleencharakter wiedererkennen. Sie bieten aber nicht nur für das Auge Abwechslung und ästhetischen Genuss, auch der Lebensraum und das Nahrungsangebot gewinn durch diese Vielfalt, denn jede Baumart bietet der sie begleitenden Fauna und Flora ganz eigene Biotope und trägt so zum Artenschutz bei. Diese Allee aus den verschiedenen Baumarten kann hervorragend während einer Radtour erkundet werden. Der Tourismusverband Harzvorland e.V. hat viele verschiedene Themen-Radtouren für das Gebiet ausgearbeitet und die Lessing Radtour sowie die Tour zum Rittergut Lucklum führen durch die Allee des Monats September an der Salzdahlumer Straße. Das Rad als klimafreundliches Fortbewegungsmittel eignet sich besonders gut, um die Alleen in Niedersachsen zu entdecken. Denn Radfahrer können bei ihrer Fahrt durch Alleen alle ihre Vorzüge wie Wind-, Sonnen- und Regenschutz besonders genießen. Weitere schöne Alleen...

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Beeindruckende Obstbaumallee wird Allee des Monats August 2021

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Die Allee aus kultivierten Apfelbäumen (Malus domestica) befindet sich an einer Gemeindestraße zwischen Klein Mahner und der L 510 im Landkreis Goslar. Im Frühjahr hüllen die Obstbäume die Straße in ein weiß-rosa Blütenkleid und locken eine Vielzahl von Insekten an. Aktuell können Sie beobachten wie ihre Früchte so langsam rote Bäckchen bekommen. Insgesamt kommen die Kulturapfel-Alleen, laut der NHB Allee-Datenbank, in Niedersachsen 83 mal vor – der Apfelbaum ist damit die häufigste Obstbaumart, die an Alleen vorkommt. Dennoch sind Apfelbaum-Alleen im Vergleich zu Linden- oder Eichen-Alleen eher selten. Wer auf der Suche nach ihnen ist, wird vor allem im südniedersächsischen Berg- und Hügelland sowie im Amt Neuhaus an der Elbe fündig. Die Obstbaumalleen haben eine hohe Bedeutung für unsere Kulturlandschaft und bilden wertvolle Biotope. Einst waren sie vielerorts vertreten, da Fürsten und andere Grundherren vergangener Jahrhunderte ihre Pflanzung zur Ernährungssicherung der Bevölkerung anordneten. Später spielten Obstalleen besonders in ländlichen Gebieten eine wichtige wirtschaftliche Rolle. Viele Gemeinden oder Feldmarkgenossenschaften betrieben an ihren Straßen und Feldwegen einen lohnenden Obstbau. Noch bis in die 1970ger Jahre wurden dort die Bäume zur Obsternte meistbietend versteigert. Heute rückt an Straßen vor allem die Vereinbarkeit von Obstbäumen und Verkehrssicherheit in den Fokus. Mit ihrem von Natur aus eher niedrigen Kronenansatz und der periodischen großen Obstlast besteht ein Risiko für den Straßenverkehr und ein erhöhter Pflegeaufwand für die Straßenmeistereien. Genutzt werden sie hingegen heute kaum noch, da an Straßen Gefahren für die erntende Person sowie den Verkehr bestehen. Wer dennoch gerne selbstgeerntetes Obst genießen möchte, sollte Ausschau...

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Tiergarten

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Ein Tiergarten (Gehege, Gehäge, Wildpark) ist eine mit Zäunen, Mauern oder dichten Wallhecken umfriedete Waldfläche zur Haltung von jagdbarem Wild. Häufig weisen die Bäume im unteren Bereich Spuren von Wildverbiss auf.

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Unter Linden – Linden-Allee in Hunteburg wird Allee des Monats Juli 2021

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

 „Und eine Linde ist mein Lieblingsbaum;und alle Sommer, welche in ihr schweigen,rühren sich wieder in den tausend Zweigenund wachen wieder zwischen Tag und Traum.“ Rainer Maria Rilke Kaum eine weitere Baumart wurde so oft besungen und hat die Poesie so beflügelt wie die Linde. In früheren Kulturen galt die Linde als heiliger Baum, mit Weissagungs- und Heilkraft, später wurde unter der Linde Recht gesprochen. Auch heute ist die Baumart noch in aller Munde, durch die Lindenstraße und dem Gasthof Zur Linde, die sich in vielen Dörfern finden oder die bekannte Prachtstraßen Unter den Linden in Berlin, die bereits 1647 vom „Großen Kurfürst“ als sechsreihige Allee aus Linden und Nussbäumen angelegt wurde. Die hohe Präsenz der Linden wird uns besonders in den letzten Wochen durch den intensiven Duft ihrer Blüten deutlich geworden sein und so ist es auch eine Linden-Allee, die zur Allee des Monats Juli gekürt wird. Die Allee aus Holländischen Linden (Tilia × europaea) befindet sich am Bramscher Weg (K 418) zwischen Hunteburg und dem Vennermoor und erstreckt sich auf über zwei Kilometern Länge. Sie flankiert zu dem eine der Straßen, die Sie wählen können, um zur Foto-Wanderausstellung des NHB: „Land der Alleen – Die schönsten und wertvollsten Alleen in Niedersachsen“ zu gelangen, die noch bis zum 22. August in Hunteburg zu sehen ist. Bei der Holländischen Linde handelt es sich um einen Naturhybriden aus Winter- und Sommer-Linde, die Merkmale dieser Baumart liegen daher zwischen den Eltern. Es ist eine sehr häufige Baumart und gut als Straßenbaum geeignet. Zudem ist sie ein ausgezeichneter Trachtbaum, dessen bis zu 60.000 Blüten...

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Hainbuchen-Allee mit Nutzungsgeschichte wird Allee des Monats Juni 2021

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Gute versteckt im Auetal, zwischen Pohle und Antendorf, findet sich eine der bei uns in Niedersachsen seltenen Hainbuchen-Alleen. Dicht stehen die knorrigen Bäume beieinander und bilden, nun endlich voll belaubt, ein dunkelgrünes Blätterdach. Die circa einen halben Kilometer lange Hainbuchen-Allee verläuft oberhalb von Gut Nienfeld, am ehemaligen Grenzknick, der einst das Kurfürstentum Hessen vom Königreich Hannover trennte. Besonders ins Auge fällt bei dieser Allee die ungewöhnliche Wuchsform der einzelnen Bäume. Sie geht auf das „Schneiteln“ (Schneiden) der Bäume zurück, welches noch bis ins 19. Jahrhundert zur Futter- und Streugewinnung für Nutztiere betrieben wurde. In regelmäßigen Abständen wurden dafür in immer gleicher Höhe die Baumkronen geschnitten, um so vor allem „Laubheu“ für die langen Winter zu gewinnen.  Die Hainbuche (Carpinus betulus), mit ihrem starken Ausschlagvermögen, ist eine Baumart, die für diese Form der Nutzung besonders gut geeignet war; ihre Stockschneitelformen können überdies besonders alt werden. So wird die Hainbuchen-Allee im Auetal auf weit über 100 Jahre geschätzt. Sie ist somit Zeitzeugin einer vergangenen Grenz- und  Nutzungsgeschichte und bietet denjenigen, die durch Sie hindurchgehen, einen Rückblick in unsere kulturhistorische Vergangenheit. Damit diese Allee auch für zukünftige Generationen nicht verloren geht, hält der Eigentümer die Erinnerung an sie wach und füllt entstandene Lücken mit jungen Hainbuchen. Zudem wird sie alle zehn Jahre nach historischem Vorbild geschneitelt – eine „hanebüchene“ Arbeit. Die Allee des Monats Juni steht somit auch repräsentativ für die Bedeutung der Alleen für unser kulturhistorisches Erbe und macht einmal mehr die Wichtigkeit ihres Schutzes und Erhalts deutlich. Dafür setzt sich auch...

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Allee des Monats Januar 2021 macht auf die Bedeutung der Baumreihen aufmerksam

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Vor einem Jahr startete das ehrenamtliche Netzwerk zum Schutz und Erhalt der niedersächsischen Alleen. Gemeinsam mit mittlerweile 16 Alleepatenschaften in ganz Niedersachsen setzt sich der Niedersächsische Heimatbund e.V. (NHB) für eine höhere Sensibilisierung für das Natur- und Kulturgut Allee ein. Eine solch wertvolle Baumreihe ist auch die Allee an der K 119 südlich von Engensen in der Region Hannover, die wir als Allee des Monats Januar 2021 küren. Auf gut 600 Metern wird die Schillerslager Straße (K 119) von mächtigen Berg-Ahornen (Acer pseudoplatanus) durch die Landschaft begleitet. Die Allee ist nahezu lückenlos und die Baumkronen vollständig über der Straße geschlossen, sodass der Baumtunnel bei der Durchfahrt zu allen Jahreszeiten imponiert. So wie diese Ahorn-Allee vom Dorf in den Wald führt, verbinden Alleen seit jeher die Dörfer und die Menschen. Alleen sind aber nicht nur ein Teil unserer Siedlungsgeschichte und Kulturlandschaft. Als Lebensraum und Nahrungsquelle für Tiere und Insekten erfüllen die Bäume auch wichtige Funktionen im Naturhaushalt. Eine herausragende Bedeutung haben die Alleen zudem im Biotopverbund. Als lineare Strukturen in der Landschaft verbinden die Baumreihen die unterschiedlichsten, mosaikartig zerstreuten Lebensräume wie Wälder, Gewässer und Offenlandbereiche. So helfen die Alleen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten neue Lebensräume oder Nahrungsquellen zu erschließen. Darüber hinaus dienen die grünen Verbindungen auch als Schutz gegen Winderosion und spenden wertvollen Schatten in der sonst oftmals ausgeräumten Agrarlandschaft. Trotz all dieser wertvollen Eigenschaften verschwinden Alleen immer noch aus unserem Landschaftsbild – sei es wegen der fehlenden Nachpflanzungen oder durch den Ausbau von Straßen. Um den Wert der Alleen möglichst...

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Wegweisende Mischbaum-Allee wird Allee des Monats Januar 2022

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Die Allee des Monats Januar steht im Landkreis Osterholz. Stieleichen, Rosskastanien, Roteichen, Bergahorn und Linden begleiten den Holthorster Weg und verbinden die kleine Ortschaft Holthorst mit Platjenwerbe und Lesum. Am nördlichen Ende schließt die Allee an die Reste einer Reihe alter Kastanienbäume an, am südlichen Ende an eine Reihe alter Eichenbäume und fügt sich somit gut in den vorhandenen Baumbestand ein. Neben der Stiel-Eiche als Hauptart entsteht durch die weiteren Baumarten ein buntes Landschaftsbild. Das ist keineswegs untypisch, denn rund ein Viertel der in der Alleen-Datenbank des Niedersächsischen Heimatbundes erfassten Alleen zeigen so ein heterogenes Bild der Baumartenzusammensetzung. Gepflanzt wurde die Allee im Sommer 1979, der auf einen besonders kalten und schneereichen Winter folgte. Daher rührte auch die Idee zur Anlage der Allee: Sie sollte den Holthorster Weg, der durch eine freie Agrarlandschaft führt, vor Schneeverwehungen schützen und den Bürgerinnen und Bürgern auch bei schlechten Witterungsbedingungen den Weg weisen. Einem Verkehrschaos wie im berüchtigten Winter 78/79 wollte der Ortsbürgermeister Karl Gerd Brand vorbeugen und setzte sich daher für die Pflanzung der Allee ein. Damit steht die Aufgabe dieser Allee in einer guten Tradition, denn schon im 18. Jahrhundert hatten die beidseitig von Chausseen angelegten Baumreihen vor allem die Funktion, den Verkehr zu lenken und den Straßenraum abzugrenzen. Die Allee am Holthorster Weg verbindet so Verkehrssicherheit und straßenbegleitendes, landschaftsprägendes Gehölz. Auch im Sommer kommen die Vorteile der Allee zum Tragen, indem sie zahlreichen Radfahrern und Fußgängern einen angenehmen Schatten spendet. Für den Schutz und Erhalt der Allee setzt sich vor Ort...

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Liebesallee wird Allee des Monats Februar 2022

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Die Liebesallee bei Wittmar ist sicher eine der bekanntesten Alleen im Landkreis Wolfenbüttelund wird zur Allee des Monats Februar 2022 gekürt. Die Allee aus geschneitelten(geschnittenen) Hainbuchen (Carpinus betulus) bildet den Eingang „in die Asse“ auf dem Wegzum Bismarckturm und zur Ruine der Asseburg. Wie es heißt, wurde die etwa 400 Meterlange Allee früher gern von Liebespaaren durchwandert, die sich bei großen Festen im„Waldhaus zur Asse“, das am Eingang der Allee liegt, kennenlernten. So entstand der NameLiebesallee. Die Hainbuchen wurden in früheren Zeiten regelmäßig geschneitelt und erhielten dadurch ihrknorriges Erscheinungsbild. Laub und Schnittgut wurden verfüttert, zur Einstreu oder alsFeuerholz verwendet. Mit der Aufgabe dieser Nutzung wurden auch die regelmäßigenSchnittmaßnahmen eingestellt. Einige der Bäume entwickelten daher eine „kopflastige Krone“mit Starkästen, die sie nicht mehr tragen konnten, so dass die Stämme durch die entstandeneÜberlast regelrecht auseinanderbrachen. Um dem Verlust dieses Kulturgutesentgegenzuwirken, setzt sich der Heimat- und Verkehrsverein Asse (HVA) seit vielen Jahrenfür den Schutz und Erhalt der Liebesallee ein und hat im Rahmen des Projekts „Alleepaten fürNiedersachsen“ auch die Patenschaft für die Allee übernommen. Zusammen mit derSamtgemeinde Asse hat der HVA die Allee wieder freigestellt und pflegt sie seitherregelmäßig. Erst vor zwei Jahren wurden die Bäume bis auf den Kopf heruntergeschnitten undhaben seitdem schon wieder eine Krone aus vielen Feinästen ausgebildet. Hainbuchen-Alleen sind sehr selten in Niedersachsen, insgesamt sind nur zwölf in der Allee-Datenbank des Niedersächsischen Heimatbundes gelistet. Und lediglich eine weitereHainbuchen-Allee in Niedersachsen besteht ebenfalls aus „Schneitelbuchen“. Ihr Schutz undErhalt ist dadurch besonders wichtig, denn sie sind seltene „Zeitzeugen“ einer früherenNutzungsgeschichte. Häufiger...

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Bantelner Allee wird Allee des Monats März 2022

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Die Allee aus alten Sommer-Linden und einzelnen Stiel-Eichen zwischen Banteln und Gronauist eine „alte Bekannte“ – bereits im Juli 2015 wurde sie als erste Allee vom Niedersächsischen Heimatbund (NHB) zur Allee des Monats gekürt. Aus aktuellem Anlass giltdieser malerischen Allee am Bantelner Kirchweg erneut besondere Aufmerksamkeit: Die dreiSturmtiefs Mitte Februar sind auch an der als Natur- und Kulturdenkmal geschützten Alleenicht spurlos vorbei gegangen. Bäume drohten umzukippen und Äste sind abgebrochen. Umdie Verkehrssicherheit im Anschluss wieder herzustellen wurden zwei Alleebäume gefällt undvier weitere eingekürzt. Aufgrund der Sturmwarnungen wurde die Allee aus Sicherheitsgründen bereits im Vorfeldgesperrt und auch erst nach den Aufräumarbeiten wieder freigegeben. Das Beispiel derBantelner Allee erinnert, das trotz regelmäßiger Kontrollen hinsichtlich der Stand- undBruchsicherheit von straßenbegleitenden Gehölzen bei Extremwetterlagen ein besondersachtsames Verhalten gilt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibtdazu Empfehlungen zum Verhalten bei Unwetter aus. Besonders erfreulich ist, dass der Landkreis Hildesheim eine Nachpflanzung der gefälltenBäume im kommenden Herbst plant und trotz der notwendigen Maßnahmen zurWiederherstellung der Verkehrssicherheit der Alleen-Charakter gewahrt werden konnte.Zudem solle ein Konzept für die Bantelner Allee entwickelt werden, „um diese als geschützteAllee auch in den kommenden Jahrzehnten mit Ihrem Charakter erhalten zu können“. Foto: A. Hoppe

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Allee des Monats April 2022 verdeutlicht den Wert der Alleen

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Jedes Jahr am 25. April wird der Tag des Baumes gefeiert. An diesem Tag soll uns ganz besonders ins Bewusstsein gerufen werden, wie wertvoll Bäume für den Menschen und die Umwelt sind. Die Wahl der Allee des Monats verfolgt das gleiche Ziel, jedoch mit ganz besonderem Fokus auf die Bäume, die Teil einer linearen Gehölzstruktur beidseitig von Wegen sind. Im April wird die Linden-Allee zwischen Havekost und Ganderkesee im Landkreis Oldenburg zur Allee des Monats gewählt. Die Allee aus Winter-Linden zieht sich auf circa einem Kilometer durch die oldenburgische Agrarlandschaft und wurde von der Unteren Naturschutzbehörde auf Grund ihrer landschaftsprägenden Wirkung zum Naturdenkmal ernannt. Im Norden geht die Allee nahtlos in eine Hänge-Birken Allee über. Die Allee des Monats April vereint besonders viele Merkmale die Alleen so wertvoll für den Menschen und die Umwelt machen. Der ästhetische Wert ist dabei wohl der am leichtesten ersichtliche. So wurde die alleebegleitete Straße schon als „schönste Straße der Gemeinde“ bezeichnet. Dies liegt wohl nicht zuletzt an dem seitlichen und horizontalen Kronenschluss, den die Allee abschnittsweise aufweist  und wodurch sie einen dichten, grünen Tunnel über der Havekoster Straße bildet. Außerdem entsteht so das für Alleen typische Mikroklima, das man besonders gut wahrnehmen kann, wenn man mit dem Rad durch sie hindurchfährt. Die Allee belebt und gliedert die Landschaft die sie umgibt, verbindet Lebensräume miteinander und ist selber Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten und hat damit einen hohen ökologischen Wert. Abgängige Allee-Bäume müssen jedoch auch aus diesem Naturdenkmal entnommen werden, da bei der straßenbegleitenden...

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Einzigartige Berg-Ulmen Allee wird Allee des Monats Mai 2022

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Die Allee aus Berg-Ulmen (Ulmus glabra) verläuft auf knapp 500 Metern entlang der K11 westlich von Schwaförden im Landkreis Diepholz. Sie ist geprägt von Bäumen unterschiedlicher Altersklassen, einige sogar älter als 150 Jahre andere deutlich jünger, wodurch die Allee ein heterogenes Erscheinungsbild erhält.  Die Berg-Ulmen Allee ist die einzige dieser Art, die bisher in der Alleen-Datenbank des Niedersächsischen Heimatbundes (NHB) gemeldet wurde. Die Ulme gilt zwar grundsätzlich als klassischer Alleebaum, sie ist jedoch durch das Ulmensterben weitestgehend als Straßenbaum aus der Deutschen Landschaft verschwunden. Ursache ist eine Pilzinfektion, die Ulmen in wenigen Jahren zum Absterben bringt. Daher ist die Berg-Ulmen Allee im Landkreis Diepholz mittlerweile eine echte Seltenheit und unbedingt erhaltenswert. Erfasst wurde die Allee im Rahmen der Gesamterfassung von Alleen und Baumreihen entlang der Kreisstraßen des Landkreises Diepholz, welche in 2021 stattgefunden hat. Der Landkreis Diepholz schätzt seine Alleen und Baumreihen sehr, die einen erheblichen Beitrag zur Eigenart und Vielfalt des Landschaftsbildes des Landkreises beitragen. Um den Schutz und Erhalt dieses Natur- und Kulturguts voranzubringen, haben sie daher die Erfassung und Bewertung durchführen lassen. Herausgekommen ist ein umfängliches Bild der Alleenlandschaft des Landkreises, welche durch 132 Alleen und 62 Baumreihen geprägt ist. Wir freuen uns zudem sehr, dass die erfassten Alleen aus Diepholz auch in die Alleedatenbank des NHB Eingang gefunden haben und dort nun mit umfänglichen Beschreibungen und eindrucksvollen Bildern vertreten sind. Fotos: N. Kraack, M. Peters

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Kirschbaum-Allee im Landkreis Holzminden wird Allee des Monats Juni 2022

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Passend zur Reife der roten Früchte wird die Kirschbaum-Allee am Klappenweg östlich von Fürstenberg zur Allee des Monats gekürt. Auch wenn mit ihren circa 350 Metern nur recht kurz, lädt die Allee aus alten Kirschbäumen zu einem Spaziergang unter ihrem grünen Blätterdach ein und leitet ihre Besucher von Fürstenberg in die ersten Ausläufer des Sollings über. Die Früchte der Kirschbäume werden dabei nicht nur von Menschen gerne verzehrt, auch bei vielen Säugetieren und vor allem vielen Vogelarten sind sie besonders beliebt. Das macht bereits der lateinische Name des Baumes Prunus avium deutlich, die Artbezeichnung avium leitet sich vom lateinischen Wort avis ab, was Vogel bedeutet.Für Insekten bieten die Bäume spätestens mit der Kirschblüte im Frühjahr ein großes Nahrungsangebot. So macht die Allee des Monats Juni auch auf die Bedeutung von Alleen als Nahrungsquelle aufmerksam. Sie ist eine von insgesamt 28 Alleen aus Süßkirschen, die bisher in der Alleen-Datenbank des Niedersächsischen Heimatbundes (NHB) gemeldet wurden. Die Niedersächsische Alleen-Landschaft besteht somit nur zu 1,2 Prozent aus Kirschbaum-Alleen. Entstanden ist die Datenbank im Rahmen des Projekts „Die 500 schönsten und wertvollsten Alleen Niedersachsens“, in dessen Verlauf bis Mitte 2018 mit Hilfe der Bevölkerung erstmals eine repräsentative Übersicht von rund 2.000 der wichtigsten und schönsten Alleen Niedersachsens aufgestellt wurde und die seitdem weiterhin anwächst alleenniedersachsen.de/start. Seit Februar 2019 sucht der NHB nun weiter nach Alleepaten. Dies geschieht im Rahmen des von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderten Projekts „Alleepaten für Niedersachsen“, das unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministers für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Dr. Bernd Althusmann steht. Das Ziel ist der Aufbau...

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