Platzdorf

Platzdorf

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Dorf mit einem zentralen Platz, meist in Gemeindebesitz, umgeben von Hofstellen oder Gemeinschaftsgebäuden. Man unterscheidet drei Typen:

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Hufendorf

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Langgestreckte Aneinanderreihung zahlreicher Hofstellen entlang einer Siedlungsleitlinie (Kanal, Deich, Bach, Straße, Damm). Merkmal aller Hufendorftypen ist (im Gegensatz zum →Straßendorf) die dazuge­hörige →Hufenflur, das sind schmale, parallel verlaufende hofanschließende Besitzparzellen, die rech­twinklig zur Siedlungsleitlinie verlaufen und oft durch Gräben, Hecken oder Wege begrenzt sind. Der ganze Landbesitz eines Hofes besteht i. d. R. aus einer einzigen Hufe (Ackernahrung), während bei den anderen Dorftypen die Ackerparzellen über die Dorfflur verteilt im Gemenge liegen.

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Haufendorf

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Gedrängte, unregelmäßige Anordnung mehrerer Bauernhöfe umgeben von einer verhältnismäßig ausgedehnten, unbesiedelten Flur. Die Höfe stehen trotz der Enge meist isoliert, haben i. d. R. unregelmäßige Grundrisse und sind von engen, winkligen Straßen, Gassen und Zufahrten durchzogen. Man unterscheidet zwischen großen geschlossenen und kleinen lockeren Haufendörfern. Eine besondere Form des Haufendorfes ist das Sackgassendorf. Es hatte ursprünglich eine umschließende Wallhecke und nur einen mit einem Schlagbaum zu sperrenden Zugang, von dem aus die Hofstellen zu erreichen waren.

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Drubbel

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Ein Drubbel (süddt. Weiler) ist ein kleines →locke­res Haufen­dorf von drei bis fünfzehn, meist fünf bis zehn Bauernhöfen (s. Abb. Kap. 1.5.1). Die einzelnen Hofstellen sind oft von beträchtlicher Größe und liegen i. d. R. ungeordnet beieinander, weshalb später entstandene Ortsdurchfahrten, die sich der Lage der Höfe anpassten, recht kurvenreich sein können. Viele Drubbel liegen nahe einer Quelle oder eines Wasserlaufs in direkter Nachbarschaft zum gemeinsamen Altackerland, dem Esch (→Plaggenesch), weshalb der Drubbel auch Esch- oder Eschranddorf genannt wird. Heidekolonien weisen keine einheitliche Form auf, bestehen aber ähnlich wie der Drubbel oft aus einer lockeren und unregelmäßigen Anordnung der Bauernhöfe.

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Dorfplatz

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Örtlichkeit innerhalb einer Siedlung. Je nach Zweck unterscheidet man:

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Wolfsgrube

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Wolfsgruben waren Fangeinrichtungen für Wölfe und bestanden aus ca. 4 m tiefen Erdlöchern mit steilen, z. T. durch Bohlen gestützten Wänden.

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Wildacker

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Wildäcker bzw. Wildwiesen sind i. d. R. kleine, mit Getreide, Hackfrüchten oder Gras kultivierte Flächen inmitten von Wäldern. Zum Schutz der Kultur in der Anwuchsphase waren sie zeitweise mit Wällen, heute mit Zäunen eingefriedet.

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Vogelherd

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Vogelherde (auch Dohlenstiege) sind zum Vogelfang aufgelichtete Waldschneisen oder Baumkronen, die Vögeln geschützte Rastmöglichkeiten vortäuschen sollten, um sie dort mit Leimruten zu fangen.

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Saufang

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Mit zwei Eingängen ausgestattete Vertiefung (ca. 10-15 m Durchmesser) in Waldgebieten zum Fangen von Wildschweinrotten. Meist handelt es sich um Kuhlen, deren Böschungen mit Palisadenzäunen befestigt waren, vereinzelt auch um Wallanlagen.

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Besinnlich durch die Allee des Monats Dezember 2021

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

In strahlenden Sonnenschein und Schnee gehüllt präsentiert sich diese Allee aus Stiel-Eichen in einem besonders schönen Licht. Ob es in diesem Jahr nochmal weiß wird bleibt abzuwarten, zumindest stimmen diese Bilder schon mal darauf ein. Die Allee des Monats Dezember befindet sich in der Gemeinde Varel, im Landkreis Friesland. Dort säumt sie die Neudorfer Straße, die vom Vareler Ortsteil Büppel aus in südöstlicher Richtung durch das Jethauser Moor bis in die Niederung des Flüsschens Wapel führt. Auf dem weichen Mooruntergrund dieser Gegend tragen die tiefreichenden Wurzeln der Alleebäume maßgeblich zur Stabilität der Allee ebenso wie  der Fahrbahn bei. Die ersten 1200 m der Allee bestehen aus circa 90 Jahre alten Stiel-Eichen (Quercus robur), die restlichen 800 m sind eine Mischallee aus Stiel-Eichen, Hänge-Birken und Ebereschen. Völlig zurecht steht die Eiche wie kein anderer Baum für Kraft und Beständigkeit – denn ob blattlos und schneeüberzogen oder im grünen Blätterkleid, die hohen Stiel-Eichen mit ihrer starkästigen, breiten Krone bieten immer einen stattlichen Anblick.  Alleen dieser Baumart prägen vielerorts die Landschaft, die Stiel-Eiche ist der am häufigsten vorkommende Allee-Baum in Niedersachsen. So ist die Wahrscheinlichkeit hoch, das sich auch eine Eichen-Allee in ihrer Nähe findet, die zu einem besinnlichen Festtagsspaziergang einlädt. In diesem Sinne wünscht der Niedersächsische Heimatbund frohe Festtage! Fotos und Anregungen zum Text: H. & M. Heinze

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Allee des Monats November 2021 ist wichtiges Element im Biotopverbund

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Als Verbindung von Biotopen haben Alleen eine hohe Bedeutung, indem sie verschiedene Naturräume miteinander vernetzen. Tier- und Pflanzenarten nutzen Alleen als Brücken zur Besiedelung neuer und alter Lebensräume. Das trifft auch auf die Allee des Monats November 2021 aus Holländischen Linden (Tilia x europea) zu. Die 1,5 km lange Allee führt am Rande des Leine-Weser-Berglandes im Calenberger Land von Mittelrode aus nach Süden Richtung Eldagsen, wo sie das Landschaftsbild strukturiert und in der stark landwirtschaftlich geprägten Region mit ihren fruchtbaren Lössböden eine wichtige vernetzende Rolle spielt. Das heute besonders aktuelle Thema Biotopverbund und Biotopvernetzung ist kein neues, sondern schon länger fest im Bundesnaturschutzgesetz verankert. Es schreibt die Schaffung eines Biotopverbundes zur „dauerhaften Sicherung der Populationen wild lebender Tiere und Pflanzen einschließlich ihrer Lebensstätten, Biotope und Lebensgemeinschaften“ auf „mindestens 10 Prozent eines jeden Landes“ vor. „Der Niedersächsische Weg“ von 2020, ein Vertrag zwischen dem Land Niedersachsen, Landwirtschafts- und Naturschutzverbänden, „der mehr Artenschutz verbindlich garantiert“, knüpft daran an und zeigt nochmal auf, welche bestehenden Strukturen in die bis 2023 von den kommunalen Gebietskörperschaften zu erstellenden Biotopverbundkonzepte einfließen können. Als Verbindungselemente, sogenannte „linienförmige, fortlaufende Strukturen“, können Alleen zwischen Kernflächen wie Naturschutzgebieten, Nationalparken, Biosphärenreservaten und anderen als Teile des landesweiten Biotopverbundes berücksichtigt werden. Eine große Chance um den Schutz und Erhalt der Alleen in Niedersachsen zu festigen! Besonders das Bild, welches die Allee des Monats aus der Ferne vor dem Höhenzug des Deister im Hintergrund zeigt, mag bekannt vorkommen. Es ziert auch die Plakate und Flyer der Foto-Wanderausstellung „Land der Alleen – die schönsten...

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Auf den Spuren der Vergangenheit durch die Allee des Monats Oktober 2021

Geschrieben von klartxt.admin am 14. März 2025

Wenn sich ihre Blätter im Herbst verfärben, dann ist die Blutbuchen-Allee im Stadtpark Langenhagen besonders sehenswert. Auf circa 300 Metern lädt die mehr als 100 Jahre alte Allee auf dem ehemaligen Parkgelände der 1862 gegründeten Heil- und Pflegeanstalt zu erholsamen Spaziergängen unter ihrem Kronendach ein. Zusammen mit dem umliegenden Wald, den Grünflächen des heutigen Stadtparks, sowie weiteren Alleen bilden sie ein anerkanntes Gartendenkmal. Bevor die Alleen Einzug in die freie Landschaft erhielten, waren sie vor allem ein beliebtes und häufig verwendetes Gestaltungselement in Park- und Gartenanlagen. Daher findet man unter ihnen auch heute einige der ältesten und eindrucksvollsten Alleen. Auch bei der Buchen-Allee in Langenhagen handelt es sich um eine historische Allee. Das mag den Betrachter an mancher Stelle verwundern, steht er doch vor einem Schild, das die historische Allee auszeichnet und sieht Bäume die nicht über 100, sondern kaum mehr als 10 Jahre alt sind. Was macht eine Allee also zu einer historischen Allee? Sind es die einzelnen Bäume, die schon seit Hundert(en) von Jahren die Allee bilden oder die Tatsache an sich, dass an dieser Stelle schon vor Hundert(en) von Jahren eine Allee geplant und gepflanzt wurde? Es gibt Alleen auf die beides zutrifft, wie Niedersachsens älteste, heute noch erhaltene Allee im Berggarten Herrenhausen, die aus 300-jährigen Holländischen Linden besteht. Die Herzogin-Eleonore-Allee in Celle wurde sogar noch 30 Jahre zuvor angelegt, ihre Bäume sind heute jedoch vergleichsweise jung, da sie 1951 bis 1953 komplett erneuert wurde. Auch sie ist eine historische Allee. Die Pflege und der Erhalt von...

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