Seltene Schwarz-Erlen-Allee wird Allee des Monats Juli 2022

Seltene Schwarz-Erlen-Allee wird Allee des Monats Juli 2022

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Eine echte Besonderheit ist die Allee aus älteren Schwarz-Erlen in der Gemeinde Wangerland im Landkreis Friesland. Daher hat sie der Niedersächsische Heimatbund (NHB) zur Allee desMonats Juli gekürt. Die Schwarz-Erlen sind die Hauptbaumart der Allee, ergänzt um jüngere Eschen. Sie begleiten auf circa 650 Metern die Wangerstraße westlich von Wiarden. Nur drei der bisher insgesamt2.300 gemeldeten Alleen der NHB-Online-Datenbank alleen-niedersachsen.de bestehen aus Schwarz-Erlen: Die Allee an der Wangerstraße ist eine wahre Rarität. Dass die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) nur selten als Alleebaum an Straßen und Wegen vorkommt hängt vor allen mit ihren Standortansprüchen zusammen. Zwar ist der Baum an sich anspruchslos aber er liebt feuchte oder gar nasse Füße. So ist die Schwarz-Erle typischerweise an Fließgewässern, in Auen und Mooren zu Hause und kann dort auch mehrere Wochen Überschwemmung ertragen. Doch diese Vorliebe für feuchtnasse Standorte wird durch Entwässerungsmaßnahmen, Grundwasserabsenkungen, aber auch durch die anhaltende Trockenheit zunehmend zu einer Herausforderung für den Baum. Es gilt daher ein besonderes Augenmerk auf die wenigen Schwarz-Erlen Alleen zu legen, damit diese botanischen Raritäten eine Zukunft hat. Schwarz-Erlen haben schon immer die Phantasie der Menschen beflügelt, so stehen sie beispielsweise für Beendigung aber auch für Erneuerung. Daher ist die Allee der Wangerstraße auch sehr passend für die letzte Kür der „Allee des Monats“ im Rahmen des NHB-Projektes „Alleepaten für Niedersachsen,“ das Ende dieses Monats ausläuft. Doch soll es im Heimatbund mit den Alleen und ihren Paten in einem neuen Projekt weitergehen, wenn auch nach einer kleinen Pause. Denn der NHB hat noch viele Ideen zum...

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Gewerbegebiet bedroht Allee des Monats November 2022, die historische Eichenallee in Stelle

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Die historische Eichenallee des ehemaligen Ritterguts Fachenfelde in Stelle im Landkreis Harburg ist bedroht, weil das Wurzelwerk der rund 250 Jahre alten Bäume schwer geschädigt wurde. Das Rittergut wurde 1427 erstmals erwähnt und ist sicherlich älter. „Heute ist zwischen dem Rangierbahnhof Maschen, dem Gewerbegebiet der Gemeinde Stelle und dem landschaftlich schönen Junkernfeld fast nichts mehr von dem einstigen Rittergut erkennbar“, stellt der Museumsdirektor des Freilichtmuseums am Kiekeberg, Stefan Zimmermann, fest. Es lag auf einer Geestinsel im Urstromtal der Elbe bei Stelle im Landkreis Harburg. Umgeben von Marsch, Moor und Sumpf war es nur über einen ein Kilometer langen Weg erreichbar, der, auf einem Damm geführt, vom alten Fernweg bzw. der Heerstraße zwischen Harburg und Lüneburg abzweigte. Der Damm wurde um 1780 an beiden Seiten mit einer Reihe von Eichen bepflanzt – die heute noch vollständige Allee von gesunden Bäumen. Seit 1935 steht sie unter Landschaftsschutz. 1966 kaufte die Deutsche Bahn das Gelände, um es vor allem für den Bau des Rangierbahnhofs Maschen zu nutzen. Auf dem ehemaligen Hofplatz wies die Gemeinde Stelle 1970 ein Gewerbegebiet aus. Durch die Ansiedlung von Betrieben wurden fast alle Gebäude des Gutes entfernt und eine neue Zuwegung gebaut. Seitdem ist die Allee für Kraftfahrzeuge gesperrt. Vor wenigen Jahren baute ein Gerüstbaubetrieb ein Lager direkt an der Allee. Nur ein Meter entfernt von 17 der geschützten Eichen wurde ein hoher Stahlzaun errichtet, wobei die Wurzeln der Bäume beschädigt wurden. Gleich hinter dem Zaun ist die Lagerfläche versiegelt. Hier lagern bis zu fünf Meter hohe Stapel von stählernen...

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Historische Eschenallee des Ritterguts Rethmar bedeckt vom winterlichen Frost wird Allee des Monats Dezember 2022

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Die Seufzerallee in Rethmar in der Region Hannover ist eine besondere Kopfeschenallee, die zu besuchen sich lohnt. Sie ist eine von mehreren Alleen, welche zum Rittergut Rethmar unddessen unmittelbarer Umgebung gehören. Darüber hinaus ist sie eine von nur 82 in der Alleen-Datenbank des NHB erfassten Eschenalleen in Niedersachsen und damit eine kleineRarität. Eschen wurden früher oft als Alleebäume angepflanzt, sind aber zumeist heute in dieser Form nicht mehr erhalten. Andernorts findet man Eschenanpflanzungen überwiegendin Parks und Gärten. Eschenholz ist schwer, fest und hart, dabei elastisch und abriebfest. Seine Zugfestigkeit und Biegefestigkeit übertrifft die der Eiche und es ist zäher als die meisten anderen heimischenHolzarten. Daher eignet es sich sehr gut zur Herstellung von Stielen für Hämmer, Beile, Schaufeln, Hacken und Äxte, Sensen, Rechen und andere Werkzeuge. Deshalb wurdeEschenholz früher auch gerne für die Stellmacherei, den Wagen- und Kutschenbau, für Räderund Speichen verwendet. Um die Äste besser ernten zu können, wurden die Stämme ab einerHöhe von ein bis drei Metern eingekürzt und die Äste und Zweige regelmäßig geschnitten:geschneitelt. So entstanden durch diesen Kopfschnitt mit der Zeit Kopfbäume. Auch Weiden,Linden und Pappeln wurden für verschiedene Zwecke häufig geschneitelt. Kopfbäumeerhalten im Alter durch die Schnitte leicht Hohlräume, die Insekten, höhlenbrütenden Vögelnund Fledermäusen als Heimstatt dienen. Sie haben deshalb heute überwiegend ökologischenWert. Das Rittergut wird 1332 erstmals erwähnt; von der eigentlichen Burganlage ist heute nichtsmehr erhalten. Sie war ursprünglich der Sitz der Herren von Rutenberg. Die aktuell nochvorhandenen Gebäude der Anlage wurden vor allem durch Philipp Adam von Eltz errichtet. Erverband die von ihm...

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Allee des Monats März 2023: Doppelallee an der Sundernstraße in Abbensen, ein Naturdenkmal

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Die Sundernstraße in Peine und Abbensen verband einst beide Orte miteinander. Heute bestehen noch zwei Teilstücke, im Süden von Abbensen und im Norden von Peine her, die durch Flurbereinigung und den Bau der Autobahn 2 getrennt wurden. Unsere Allee des Monats März 2023 säumt als Erinnerung daran bis heute das nördliche Teilstück bei Abbensen, zur Gemeinde Edemissen gehörend, nach Süden verlaufend und ist besonders für Radfahrer interessant. Sie geht von einer rund 400 Meter langen historischen Eichen-Allee in eine deutlich jüngere, aber 1,2 Kilometer lange, Birken-Allee über. Sie reicht damit fast bis zur Biogasanlage nahe der A2. Der Name „Sundern“ deutet darauf hin, dass sich nahe der Straße ein „abgesonderter Baumbestand“ befand, ein aus der gemeinen Holzmark ausgesondertes Gehölz mit einem ‘besonderen‘ Eigentümer. Im Bereich der Autobahn 2 führte die Sundernstraße früher am Luhberg entlang, die Flurbereinigungen im 20. Jahrhundert haben die alte Streckenführung jedoch erheblich gestört. Heute eignet sich die neue Wegeführung als befestigter Wirtschaftsweg gut für eine Radtour von Peine nach Abbensen und zurück. Direkt an der Unterführung der A2 steht südlich das Ausflugslokal „Zum Sundern“. Hier befindet sich die Sundernbrücke, eine denkmalgeschützte Keilsteinbogenbrücke aus Sandstein aus dem Jahre 1775. Das Gasthaus und die Brücke markieren die alte Grenze zwischen den ehemaligen Ämtern Meinersen im damaligen Fürstentum Braunschweig-Lüneburg und Peine, das damals noch zum Hochstift Hildesheim gehörte. Andere Landmarken wie Gräben oder Flurnamen wie Landwehr verweisen ebenfalls darauf, dass sich hier einst eine Ländergrenze befand. Ab 1815 gehörten beide Ämter zum Königreich Hannover, aus dem Grenzkrug entwickelte sich...

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Allee des Monats Mai 2023: Allee zur Friedhofskapelle auf dem Jakobifriedhof in Peine

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Auf dem Jakobifriedhof in Peine lässt sich eine sorgfältig gepflegte Sommer-Linden-Allee bestaunen. Vermutlich zusammen mit der dahinterliegenden Kapelle errichtet, bildet die Allee ein wichtiges Kulturgut, einen Tunnel auf dem Weg zum letzten Geleit. Die um 1890 erbaute Friedhofskapelle steht unter Denkmalschutz und ist ein seltener Anblick; ihre Ziegelwände mit Satteldach und Dachreiter, dazu mit Engeln im Tympanonfeld und im Norden ein mit Rückportal bestückter Annex (Anbau), machen sie zu etwas ganz besonderem. Das Ensemble und der umliegende Parkfriedhof mit städtebaulicher und geschichtlicher Bedeutung laden als grüner Kulturraum zum Trauern, Begegnen und Entspannen ein. Diese Allee stellen wir im Rahmen des 102. Niedersachsentages vor. Sie ist ebenfalls Bestandteil der Alleen-Wanderausstellung im Kreishaus Peine! Foto: Max Peters

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Allee zum Rittergut Abbensen wird Allee des Monats Juni 2023

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Die als Naturdenkmal geschützte Sommer-Linden-Allee in Abbensen spendete den Karren und Kutschen schon vor über 100 Jahren Schutz vor Wind und Wetter während diese den unbefestigten Sommerweg befuhren. Sie führt direkt auf den dahinterliegenden Gutshof zu, welcher 1695 errichtet und mehrmals erweitert wurde. Das Ensemble besteht aus dem Herrenhaus, einem Kuhstall, dem traufständig zur Straße liegendem eingeschossigen Stallgebäude, einem Rinderstall, einem Wohnhaus mit Scheune, dem Gutspark mit vier Gartenskulpturen und einer Toreinfahrt am östlichen Rand des Gutshofes. Durch die barocke Gestaltung ist das Rittergut ein Zeugnis der Bau- und Kunstgeschichte, wodurch es im Peiner Land selten ist. Der Allee vom Rittergut nach Westen folgend trifft man auf die geschützte Allee der Sundernstraße, welche von Nord nach Süd verläuft und ebenfalls als Allee des Monats gekürt wurde. Fotos: Reinhard Bartels

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Allee des Monats Juli 2023: Winterlinden- und Bergahorn-Allee lädt zum Radfahren an der B1 ein

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Zwischen Groß Lafferde und Bettmar verläuft die Bundesstraße 1, die von Bäumen unterschiedlicher Art gesäumt wird. Spätestens bereits seit 1900 standen an dieser überregional wichtigen Verbindung zwischen Hildesheim und Braunschweig straßenbegleitende Bäume als Windschutz und Schattenspender. Auch heute sind diese Funktionen der Allee wichtig. Nicht nur Autofahrer, auch Radfahrer schätzen die Schattenspender. Heute wird diese Allee von einem gut ausgebauten Radweg begleitet. Eine dritte Baumreihe wurde gepflanzt, wodurch abschnittsweise aus der zweireihigen eine dreireihige Allee wurde. Der Radwegeausbau führt leider oft zur Fällung von Alleebäumen. Doch besonders mit Blick auf den fortschreitenden Klimawandel ist es wichtig, neue Radwegebauten wie hier mit Bestandsalleen zu vereinbaren. Fotos: Max Peters

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Allee des Monats August 2023, die Grenzallee Dedenhausen-Wehnsen

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Selbst an einem ungemütlichem Regentag vermag eine Allee zu zeigen, dass sie eine weite Landschaft strukturiert und darin dem Auge Halt gibt: Zwischen Dedenhausen und Wehnsen verläuft an der Kreisstraße 145 eine Allee, die von Stiel-Eichen in Holländische Linden übergeht. Beide Alleen in dieser Grenzlage sind bereits in der Preußischen Landesaufnahme von 1898 verzeichnet. Die heute existenten Bäume sind teilweise im entsprechenden Alter, teils als Nachpflanzungen jünger. Die Linden-Allee weist größere Lücken auf. Damals wie heute führen die Alleen von Region zu Region, von Hannover nach Peine. Im Frühling und Sommer spendet der Kronenschluss der Bäume Schatten, der Tunneleffekt unterstreicht das Gefühl des Übergangs. Fotos: Stephan Plücker & Ansgar Hoppe

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Allee des Monats Oktober 2023: Lindenplan in Goslar

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Der Lindenplan in Goslar ist ein besonderer Ort. Jedes Jahr dient diese Baumhaselallee als Biotop für einen Verwandten des Eichelhähers, dem Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes). Vor allem im Winter ernährt sich dieser Singvogel, zusätzlich zu den Samen von Nadelbäumen, von Haselnüssen. Er verwendet sie für seine vielen Vorratsverstecke, welche die Versorgung mit Nahrung über den Winter bis hin zum nächsten Sommer sicherstellen. Der Tannenhäher steht auf der sogenannten Vorwarnliste zur Roten Liste der Brutvögel in Niedersachsen und Bremen (9. Fassung, Oktober 2021), also auf der Liste von Arten, die merklich zurückgegangen sind. Bei Fortbestehen von bestandsreduzierenden Einwirkungen ist in naher Zukunft eine Einstufung in die Kategorie „Gefährdet“ wahrscheinlich. Die Bestände dieser Arten sind zu beobachten. Durch Schutz und Hilfsmaßnahmen sollten weitere Rückgänge verhindert werden. Die Allee selbst ist eine von nur drei in der Alleendatenbank des NHB erfassten Baumhaselalleen, eine echte Rarität! Vor dem Bau der Bahnlinie Hildesheim-Goslar und wohl auch vor dem Bau des Landratsamtes im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts grenzte gen Norden der Schützenplatz an den Lindenplan. In alten Zeiten diente der Lindenplan selbst zum Freischießen, als Freimarkt und als Schützenplatz, und das schon seit seiner ersten Erwähnung 1181. Der Verkehr zwischen Langelsheim und Goslar wurde bis in die späten 80er-Jahre über diese Straße geführt. Als der Straßenring um die Altstadt in Verlängerung der von-Garßen-Straße geschlossen und über die angrenzenden ehemaligen Tennisplätze der Füllekuhle eine neue Anbindung gebaut wurde, verlor der Lindenplan an Wichtigkeit für den Verkehr. Heute steht diese schöne Allee in einem kleinen Wohngebiet abgegrenzt von...

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Eichenallee östlich der „Goldenen Linie“ im Ekernermoor wird Allee des Monats November 2023

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Im Monat November steht eine besonders schützenswerte Allee im Fokus desAlleen-Projektes des Niedersächsischen Heimatbundes, die Eichenallee im Ekernermoor beim Kurort Bad Zwischenahn. Sie und ihre Schwesteralleen sind nicht nur namensgebend(Eeke = Eiche), sie sind auch wichtige Bereiche des artenreichen Lebensraumes Moor. Das 52 Hektar große Ekernermoor, welches überwiegend aus Hochmoor und in kleinen Teilen aus Niedermoor besteht, ist bereits rund 7000 Jahre alt. Seit dem 18. Jahrhundert wurde das Moor vor allem als Weidefläche genutzt, das Gebiet ist bis heute größtenteils unberührt und stellt ein wichtiges und seltenes Biotop für viele Pflanzen- und Tierarten dar. Moore haben zudem in unseren Zeiten des Klimawandels eine wichtige Funktion als Speicher von Kohlenstoffdioxid (CO2), welches Motor der globalen Erwärmung ist. Teil dessen ist auch unsere Allee des Monats. Sie ist zwar noch keine tausende Jahre alt, jedoch ist sie ein bedeutendes Element des Moores, Habitat unterschiedlichster Arten und CO2-Speicher. Nicht nur Vögel und Fledermäuse halten sich in ihr auf, auch seltene und gefährdete Flechten sind an den alten Bäumen zu finden. Doch ist die Allee akut bedroht. Nach aktueller Planung sollen bald mehrere Windparkanlagen im Ekernermoor errichtet werden und einer davon würde diese schöne Allee zum Opfer fallen. Bei aller Notwendigkeit der Energiewende sieht der NHB grundsätzlich die Errichtung von Windparkanlagen in Wäldern oder Mooren kritisch. In diesem Fall ist zudem noch ein wichtiges Landschaftselement und Habitat bedroht. Der NHB hofft daher, dass die Eichenallee an der „Goldenen Linie“ trotz dieser Entwicklung erhalten werden kann. Fotos: Wolfgang Freese

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Allee des Monats Januar 2024: Brucher Allee zum Schloss Bruche in Melle

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Die Brucher Allee, prämiert als Allee des Monats, erstreckt sich anmutig am Rande von Melle. Diese bezaubernde Allee, geformt von Rot-Buchen und Stiel-Eichen, erstreckt sich über 390 Meter. Sie besticht nicht nur durch ihre imposante Länge, sondern auch durch ihre vorbildliche Pflege. Die majestätischen, über 90 Jahre alten, Bäume am Ende der Allee bilden einen perfekten Blickpunkt, der zum Schloss führt. Was die Brucher Allee zusätzlich reizvoll macht, sind die geschlossenen Kronen, welche zu einem Tunneleffekt auf das Gut zu führen und ein harmonisches Bild schaffen. Der malerische Weg führt zunächst an einer Reihe charmanter Häuser am Rande von Melle vorbei und setzt sich dann fort bis zum faszinierenden Schloss Bruche. Ursprünglich als Wasserburg im Jahre 1350 errichtet, ist das Schloss heute eine bedeutende Sehenswürdigkeit, ebenso wie die gesamte Allee, die beide unter Denkmalschutz stehen und ein gemeinsames Kulturdenkmal bilden. Die Allee existiert vermutlich bereits seit dem 18. Jahrhundert, sie ist auf der Preußischen Landesaufnahme verzeichnet und ist Teil der Gutsanlage, daher ist der Erhalt der Allee von besonderer Bedeutung. In Osnabrück, einer Stadt mit vielen beeindruckenden Alleen, erstrahlt die Brucher Allee als besonders glanzvolles Beispiel, begleitet von einer faszinierenden Geschichte. Foto: W. Marks

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Die historische Lindenallee der Kaiser-Wilhelm-Straße in Alfeld wird Allee des Monats Februar 2024

Geschrieben von klartxt.admin am 13. März 2025

Die wunderschöne zweireihige Kaiser-Wilhelm-Allee aus Winter- und Sommer-Linden ist ein grünes Juwel in Alfeld. Deshalb wird sie nun Allee des Monats des Niedersächsischen Heimatbunds im Februar 2024. Die Allee erstreckt sich über ca. 8000 Quadratmeter Verkehrsfläche mit einer Länge von rund 560 Metern. Immer wieder ist die Allee Streitgegenstand zwischen Bürgern und Stadt. Viele sehen nur das viele Laub und den Schatten, welcher Gartenpflanzen zu schaffen macht. Doch sieht man genauer hin, eröffnet sich der Wert dieser Straßenbäume. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sie bieten auch Zuflucht für Tiere, schützen im Sommer vor der prallen Sonne und verbessern das lokale Klima. Der Honigtau der Blattläuse zur Lindenblüte lässt sich gut mit Wasser abwaschen und was die verschatteten Vorgärten betrifft; eine standortgerechte Pflanzenauswahl in entsprechendem Substrat zaubert auch hier ein Blütenmeer etwa mit Rhododendren, Azaleen oder Hortensien. Die Allee hat einen starken Wandel hinter sich. Im Abschnitt zwischen Schillerstraße und Gudewillstraße wurde sie kürzlich um jüngere Kugel-Spitzahorne ergänzt. Mitte des 20. Jahrhunderts - nach dem Zweiten Weltkrieg- wurden die zuvor dort stehenden Ulmen durch Linden ersetzt. Die ursprünglichen Ulmen waren wohl ähnlich groß wie die heutigen Linden, womit die Allee wahrscheinlich um 1900, also noch vor dem Ersten Weltkrieg, angelegt wurde. Fotos: Matthias Quintel

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