Flößereirelikte

Flößereirelikte

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Flößerei ist der Transport von zusammengebundenen Baumstämmen auf einem Fluss. Sichtbare Relikte können Flößteiche (Schwellweiher) sein, in denen Wasser mit Hilfe von  Wehren gestaut wurde, um die gefällten Stämme bei Bedarf auf einer Flutwelle in einem Bach oder Flößgraben zu Tal zu schwemmen. Am Ufer ei­nes größeren Flusses wurden sie an Holzsammelplätzen gelagert, an Floß(binde)plätzen im seichten Wasser zu Flößen gebunden und so zu den Absatzmärkten flussabwärts befördert.

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Deich

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Langgestreckter wall- bzw. dammartiger Erdkörper entlang einer aktuellen oder - bei Schlafdeichen - einer früheren Uferlinie. Früher bestanden Deiche ausschließlich aus Klei, der in →Pütten gewonnen wurde, heute besitzen sie einen Sandkern mit Kleimantel und sind teilweise durch eine Steinpackung o. ä. befestigt. Deiche an der Meeresküste sind Seedeiche, solche an Flüssen heißen Flussdeiche. Schlafdeiche sind historische Deiche, die durch die seewärtige Anlage eines neuen Deiches ihre Funktion weitgehend verloren haben (siehe Abb. in Kap. 1.3.3). Achterdeiche schüt­zen tiefliegendes Marschland vor Überflutungen aus der höhergelegenen Geest. Schardeiche sind Deiche ohne Vorland, d. h. sie liegen unmittelbar am Watt oder am Wasser und sind mit Steinpackungen befestigt. Ein Wasserlauf kreuzt den Deich durch ein →Siel, eine Straße durch einen Deichschart (auch Stö­pe), dessen Stirnseiten i. d. R. durch Mauern aus Beton oder Ziegelsteinen gesichert sind.

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Damm

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Wall zum Aufstauen von Wasser (Staudamm, vgl. →Deich) oder als Straßen- oder Gleiskörper, früher i. d. R. aus Erde gebildet, seltener aus Baumstämmen (→Flößteich), heute auch aus Beton (→Stausee). In Fließgewässern sind ehemalige Dämme z. T. an Stromschnellen zu erkennen.

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Buhne

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Buhnen sind rechtwinklig zur Uferlinie ins Gewässer gebaute Steinwälle.

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Brunnen

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Künstliche Einrichtung zur Gewinnung von Trink-, Tränke-, Lösch- und Brauchwasser; auch Pütt, Sod oder Born genannt (v. a. bei Laufbrunnen). Nach der Herkunft des Wassers lassen sich drei Brunnentypen unterscheiden:

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Ziegelei

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Anlage zur Fertigung von Ziegelsteinen, bestehend aus einem Brennofen mit Schornstein sowie Anlagen zur Formung, Trocknung (Freiluftschuppen) und Lagerung der Steine. Benachbart sind häufig →Ton- bzw. Lehmkuhlen, evtl. auch →Seil­bahnen zur Belieferung aus entfernt liegenden Vorkommen.

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Windmühle

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Mit Windkraft betriebene Anlage zum Mahlen von Getreide oder zum Antrieb anderer Anlagen (vgl. →Wassermühle). Die beiden wichtigsten Windmühlentypen sind die Bock- und die Holländerwindmühle. Bei der Bockwindmühle ist die gesamte Mühle auf einem Gelenk (Bock) drehbar, bei der Holländerwindmühle nur die Kappe mit den Flügeln. Nach ihrer Funktion sind z. B. zu unterscheiden: Getreidemühlen, Ölmühlen, Schrot- und Häck­selmühlen, Gipsmühlen, Lohmühlen (Lederverarbeitung), Walk­mühlen (Tuchver­arbei­tung), Papiermühlen, Pulvermühlen, Mergelmühlen, Knochenmühlen, Elektromühlen u. v. a.

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Werkstätten

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Einrichtungen zum Betreiben eines Handwerks. Von den vie­len verschiedenen Werkstatttypen seien hier Töpfereien, Schmieden und Stein­hau­er­plätze herausgegriffen, die wegen der gewünschten Nähe zum Rohstoff oder der von ihnen ausgehenden Brandgefahr oft am Ortsrand oder in der freien Landschaft angesiedelt waren und daher die Kulturlandschaft in besonderer Weise prägen können.

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Torfstich

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Längliche, max. 2 m tiefe, i. d. R. mit Wasser vollgelaufene eckige Gruben (Pütten) zur Gewinnung von Schwarztorf durch Handabbau (siehe Abb. Kap. 1.3.5). Oft sind die Pütten durch Wege erschlossen und liegen im Abstand von 1-2 m parallel nebeneinander.

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Stollen

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Ein Stollen ist ein unterirdischer horizontal oder schräg (im Gegensatz zum vertikalen →Schacht) angelegter Gang im Bergbau. Stollen dienen zum Aufschluss der Lagerstätte (Suchstollen, „Versuchörter“), zur Förderung (Förderstollen, Tagesförderstrecken) und zur Luftzufuhr („Bewetterung") sowie zur Entwässerung (Wasserlösungsstollen, Erbstollen) des Bergwerks (Grube). Obertägig sichtbar sind nur die Stolleneingänge (Stollenmundlöcher), die unterhalb oft eine →Halde aufweisen.

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Steinbruch

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Aufschluss zum Abbau von Steinen als Baustoff. Steinbrüche können zwischen wenigen Quadratmetern und vielen Hektar groß sein und entsprechend hohe Wände aufweisen. In ihrer Nähe können →Hohlwege infolge des Abtransports, →Halden oder →Steinhauerplätze zu finden sein.

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