Hufenflur

Hufenflur

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Verbund paralleler, langgestreckter, 50 bis 100 Meter breiter und bis zu 2 Kilometer langer Parzel­len (Hufen), die (im Gegensatz zur →Lang­strei­fenflur) in direktem Kon­takt zu den Hofstellen eines dazugehörenden →Hufendorfes stehen. Dort treffen sie meist im rechten Winkel auf die Entwicklungsachse (Straße, Deich, Kanal) des Hufendorfes. Hufenfluren sind in der Landschaft durch parallele Ackerraine, →Grä­ben, →Wall­hecken oder →Zäune zu erkennen, die die langgestreckten Parzellen begrenzen.

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Heide

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Heiden (auch Zwergstrauchheiden) sind Flächen, die aus­schließlich oder überwiegend mit Heidekraut bewachsen sind. Hinzukommen können ein­zeln stehende Wacholder (Wacholderheide) oder Gräser, v. a. Drahtschmiele. Auf trockenen Sandböden dominiert Besenheide, auf feuchten Böden Glockenheide.

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Hecke

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Dichte Aneinanderreihung von Sträuchern. Ältere Be­zeichnungen für Hecke sind Hag oder Hagen. Eine auf einem Wall stehende Hecke wird →Wallhecke genannt, eine mit einzelnen Bäumen (Überhälter) durchsetzte heißt Baumhecke. Eine Hecke kann sich, wenn keine Sträucher nachgepflanzt werden, zu einer Baumreihe entwickeln.

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Gemeinheit

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Die Gemeinheit (auch Mark, Meine, süddt. Allmende) war das gemeinschaftlich von den Bauern eines Ortes genutzte Land, z. B. zum Holzschlagen, Viehweiden oder Plaggenstechen. Gemeinheiten bestanden daher i. d. R. aus →Hu­de­wald, →Heiden, →Triften, →Angern oder Weiden, die in Relikten noch erhalten sein können.

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Erdkeller

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Unterirdischer, unabhängig von einem Haus angelegter Raum zur Aufbewahrung besonders von Lebensmitteln. In der Regel wurden Keller in den Hang hinein gebaut, um bei relativ geringem Aufwand die kühlende Wirkung des Erdreichs zu nutzen. Eine Kellergasse besteht aus mehreren in eine Straßenböschung angelegten Kellern.

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Blockflur

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Flurform, in der die einzelnen Parzellen eine ähnliche Breite und Länge aufweisen, d. h. im Gegensatz zur →Langstreifenflur annähernd quadra­tisch sind. Eine alte Bezeichnungen für eine blockförmige Parzelle ist der Kamp (in Süddeutschland heißen besonders abseitige Parzellen auch Egarten), der v. a. als Acker genutzt wurde, es gab aber auch mit →Wällen umhegte Wiesen- und →PfIanz­kämpe (Aufforstungen in Wäldern). Eine Koppel bezeichnet in späterer Zeit i. d. R. eine blockförmige Grünlandparzelle.

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Bewässerungswiese

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Eine Bewässerungswiese (in Süddeutschland Wäs­serwiese) ist eine Wiese, die mit dem Wasser eine Fließgewässers gedüngt wird. Man unterscheidet zwei Typen:

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Bauernhaus

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Unter Bauernhaus wird hier das Wohn- und Wirtschaftsgebäude eines landwirtschaftli­chen Betriebes verstanden, daneben gibt es →Scheu­nen, →Speicher und andere →landwirtschaftliche Nebengebäude. In Nie­der­sach­sen unterscheidet man nach Aufteilung und Bauweise drei Typen von Bauernhäusern:

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Wurt

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Eine Wurt (Wierde im Land Wursten, Warft in Schl.-H., Terpe in NL) ist ein künstlich aus Klei gebauter Hügel, auf dem Gebäude vor Hochwasser geschützt sind. In einem kleinen auf der Wurt angelegten Teich (in Schleswig-Holstein Fething) wurde Trinkwasser für Mensch und Vieh gespeichert. Stellenweise ist an Wurten Erdmaterial nachträglich wieder abgebaut worden.

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Wehr

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Ein Wehr (auch Stauwehr) ist ein Bauwerk zur Regulierung des Wasserstandes in einem Fließgewässer, einem →Kanal oder einem →Teich. Mehrere Wehre bilden eine Stauanlage. In der Regel weist ein Wehr an den Ufern und der Sohle des Gewässers Fundamente auf, an denen feste oder bewegliche Verschlüsse zur Regulierung des Wasserstandes angebracht sind. Mit einem Pegel, einer Messleiste, lässt sich der Wasserstand ermitteln.

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Wassermühle

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Mit Wasserkraft betriebene Anlage zum Mahlen von Getreide oder zum Antrieb technischer Anlagen (z. B. Sägewerk, Erzwäsche, Pochhammer). Man unterscheidet Mühlen, bei denen das Wasser über das Mühlrad läuft (oberschlächtig) von mittel- und unterschlächtigen Mühlen, bei denen das Wasser in der Mitte bzw. unterhalb der Mitte auf das Wasserrad trifft. Mögliche Nebenanlagen einer Wassermühle sind:

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Teich

Geschrieben von klartxt.admin am 18. März 2025

Künstliches Stillgewässer (auch Weiher) zur Ansamm­lung von Wasser. In der Regel verhindert eine Staueinrichtung in Form eines →Dammes oder eines →Wehres den Abfluss. Dagegen ist ein See ein natürliches Gewässer (Ausnahme: Stausee). Je nach Funktion unterscheidet man: Mühlteiche als Energiespeicher für →Was­ser­mühlen, Stau- oder Bergwerksteiche zum Antrieb von Wasserrädern im Bergbau, Schwellweiher oder Flößteiche (→Flößereirelikte), Feuerlöschteiche zum Vorhalten von Löschwasser, Färberteiche zum Färben von Textilien, Salinenteiche zum Sammeln der Sole (→Saline), Winterlaken als Kleingewässer zur Eisgewinnung, Talsperren zur großräumigen Wasserversorgung, Hülben zur lokalen Wasserversorgung einer Siedlung (vor allem in Kalkgebieten), →Fischteiche zur Fischzucht, →Enten­fän­ge, →Rottekuhlen u. v. m. Oft sind Teiche auch für Badeanstalten genutzt oder gezielt ausgebaut worden. Je nach Alter und Erhaltungszustand können historische Teichanlagen vollständig oder nur in Relikten erhalten sein.

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