Schwemme

Schwemme

Geschrieben von klartxt.admin am 19. März 2025

Eine Schwemme (auch Spühlkuhle) ist eine zum Waschen oder Tränken des Viehs genutzte flache Stelle in einem Gewässer oder auf einem Hof, z. B. für Pferde (Pferdeschwemme) oder Schafe (Schafwäsche). In einzelnen Fällen kann die Schwemme samt Uferbereich durch Pflaster befestigt sein.

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Scheune

Geschrieben von klartxt.admin am 19. März 2025

Getrennt vom Haupthaus stehendes Gebäude zum Aufbewahren von Erntegut (v. a. ungedroschenes Getreide, im Gegensatz zum →Speicher für gedroschenes Korn), oder landwirtschaftlichem Gerät. Typisches Merkmal ist die große, mit einem beladenen Erntewagen zu durchfahrende Toreinfahrt. Standort der Scheune ist i. d. R. das Gelände des Bauernhofes, stehen Scheunen in der freien Landschaft, heißen sie Feldscheunen. Aus Brandschutzgründen wurden Scheunen auch fernab der Haupthäuser gemeinsam mit anderen in einem Scheunenviertel erbaut.

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Sandfang

Geschrieben von klartxt.admin am 19. März 2025

Sandfänge (auch Sandschellen) sind langgestreckte →Wälle von bis zu acht Metern Höhe und 30 Metern Breite, oftmals mit auf den Stock gesetzten Eichen bewachsen (→Niederwald).

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Plaggenesch

Geschrieben von klartxt.admin am 19. März 2025

Ein Plaggenesch ist ein Acker, auf den Plaggen (Bodenstücke mitsamt Bewuchs) aufgetragen wurden. Dadurch kann das Bodenniveau im Lauf von Jahrhunderten bis zu einem Meter hoch angewachsen sein. Der charakteristische Höhen­unterschied zur Umgebung ist am besten an den Ackerrändern zu erkennen, die bei bester Ausprägung steil ansteigend sind, wodurch der Plaggenesch einem Uhrglas gleicht. Die Be­zeichnung Esch wird häufig synonym zu Altacker verwendet, kann also auch den ältesten Acker eines Hofes oder einer Siedlung meinen.

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Obstwiese

Geschrieben von klartxt.admin am 19. März 2025

Flächig (Obst- oder Baumgarten), in Reihe (Obstbaumallee) oder an einem Gerüst (Spalierobst) wachsende Obstbäume. Oft wird die Fläche zugleich als Wiese (Obstwiese) oder (Jungvieh-)Weide (Obstweide) genutzt. Bei der Streuobstwiese stehen die Obstbäume ohne geometrische Ordnung zueinander.

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Meierei

Geschrieben von klartxt.admin am 19. März 2025

Eine Meierei (auch Holländerei) ist ein Betrieb, der neben der Milcherzeugung auch der Milchverarbeitung und -weiterverarbeitung dient, z. B. zu Käse, Sahne oder Butter. In ihrem Baustil entsprechen Meiereien der zeitgenössischen Architektur von →Bauernhäusern. Verwandt mit der Meierei ist die Molkerei, die jedoch nicht selbst Milch produziert, sondern aus den umliegenden Gebieten sammelt und verarbeitet.

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Mauer

Geschrieben von klartxt.admin am 19. März 2025

Wand aus Bausteinen im Mauerverband, d. h. aus übereinander greifenden Steinen, zur Begrenzung von Nutzungs- oder Besitzparzellen, z. B. Hofstellen oder Ackerflächen. Je nach Material unterscheidet man z. B. Bruchsteinmauern, Zie­gelmauern oder Findlingsmauern. Trockenmauern sind Mauern, deren Steine ohne Verwendung von Mörtel aufgeschichtet sind.

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Magerrasen

Geschrieben von klartxt.admin am 19. März 2025

Magerrasen sind Wiesen und Weiden, z. T. durchsetzt mit einzelnen Gehölzen. Kennzeichnend ist eine relativ niedrigwüchsige, sehr artenreiche und an Nährstoff- und/ oder Wassermangel (Trockenrasen) angepasste Vegetation. Oft ist der Untergrund sandig und nährstoffarm (Sandmagerrasen), kalkhaltig (Kalkmagerrasen) oder flachgründig und wasserdurchlässig (Trockenrasen). Typisch für Magerrasen sind z. B. zahl­reiche Orchideenarten und eine sehr artenreiche lnsektenfauna.

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Lesesteinwall

Geschrieben von klartxt.admin am 19. März 2025

Längliche (Lesesteinwall, -reihe oder -riegel) oder haufenförmige (-haufen) Ansammlung größerer Steine und Geröll am Rand von Äckern, bei Viehweiden auch innerhalb der Fläche. Lesesteinwälle sind zwischen einigen Dezimetern und zwei Metern hoch und bestehen aus Steinen von max. einigen Dezimetern Durchmesser; größere Steine in Lesesteinwällen sind selten, weil diese meist anderweitig genutzt wurden (z. B. als Fundamente).

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Langstreifenflur

Geschrieben von klartxt.admin am 19. März 2025

Besteht die Feldflur eines Gebietes ganz überwiegend aus parallelen langgestreckten Ackerstreifen (Langstreifen), spricht man von einer Langstreifenflur. Die einzelnen Ackerstreifen können bis zu 700 Meter lang und nur wenige Meter schmal sein. Die Langstreifenflur kann aus mehreren Gewannen (auch Feldern, in Braunschweig Wannen) bestehen, das sind Verbände von Ackerparzellen in einheitlicher Ausrichtung, und wird daher auch Gewannflur genannt. Im Gegensatz zur →Hufenflur haben die Ackerstreifen der Gewann- oder Langstreifenflur keinen Anschluss an die Höfe.

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Landwirtschaftliche Nebengebäude

Geschrieben von klartxt.admin am 19. März 2025

Landwirtschaftliche Nebengebäude sind unbewohnte Betriebsgebäude eines Bauernhofes. Je nach Funktion und typischer Bauweise unterscheidet man z. B. →Scheunen, →Speicher, →Keller, Ställe, Viehhütten, Backhäuser, Remisen (Wa­genunterstände), Flachsrösthäuser (zur Leinenherstellung), Brauhäuser; Brennereien, Dörrobst­öfen, Bleichhütten (→Rottekuhle), Göpelhäuser (meist achteckiges Gebäude zum Antrieb einer viehbetriebenen Welle) oder Taubenhäuser (zur Taubenzucht).

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